künstlerInnen / referentInnen

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referentInnen
Chasper


Promenadologische Intervention auf dem Dreispitz am Samstag, 10. Mai:


Kunstsystem, 2014
Das Kunstsystem ist ein Untersuchungsinstrumentarium. In Spaziergängen wird mit einem Handwagen, bestückt mit 70 schwarzen Holzkisten, Raum befahren. Situativ interveniert der Betreiber und/oder Partizipierende im Raum. Mit den Kisten können kurzzeitige Gebilde und Zeichen gebaut werden. Eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Räumen wird erfahr- und sichtbar. Die Abläufe werden von einem integrierten Bildgenerator dokumentiert. Ein ebenfalls integriertes Archiv dient dem Versuch einer Auswertung.


Céline



Publikation:


Lexikon des Gehens


Céline Berner und Adeline Glauser entwickelten im Seminar Gehen und Verstehen das Lexikon des Gehens. Dieses Büchlein begleitet Sie während des Spazierens auf unterschiedlichen Wegen. Das Lexikon hilft Ihnen, die Umwelt und Ihre körperlichen sowie mentalen Erfahrungen bewusster wahrzunehmen. In diesem Prozess beeinflussen Ihre persönlichen Eindrücke und das Lexikon sich in wechselseitiger Beziehung. Das Lexikon des Gehens dient Ihnen letztlich, den Spaziergang intensiver zu erleben.





Marguerite



Konzept Spaziergang nach Hégenheim:


La forêt qui m’habite m’a gardée en elle comme une ombre
Lektüre der Landschaft, Klangpoesie und Zauber


Dieser Spaziergang ist ein Märchen. Eine Erzählung, die mittels einer unhomogenen Sprache, Humor und Gefühl ins Fantastische gleitet. Von der «industriell» und landwirtschaftlich genutzten Peripherie zum inszenierten Raum des Stadtzentrums, wie rutscht man in diesen Unterschlupf, den der Wald für alle ist?





Lucius



Ausstellung Bewegnungen, iaab Projektraum «Basement», Oslostrasse 10, Münchenstein, 10. bis 18. Mai 2014


Biografie von Lucius und Annemarie Burckhardt





Judith



Konzept Spaziergang nach Hégenheim:


Walking Drawings
«Walking Drawings» sind Kartografien, die während des Gehens gezeichnet werden und sowohl Gesehenes, als auch Zeit und Bewegung abbilden. Der gezeichnete Faltplan ist für Entdeckungsspaziergänge der Festivalteilnehmenden erhältlich. Sie führen durch die Grenzregion Deutschland/Frankreich/Schweiz und dienen beim Spaziergang als handlicher Bewegungs- und Wahrnehmungsplan.


www.judithdobler.de





Emma



Intervention promenadologique le vendredi 9 mai:


Koffer
Ich singe und gehe, einen Koffer in der Hand. Es ist ein offener Gesang über eine Abreise. Die Melodie ist zart, vertikal, von oben nach unten, wie eine Beschlussfassung, die den Gedanken an das Gehen bindet.


www.emmadusong.org





flatterschafft



weg-Fest am Samstag, 10. Mai ab 21 Uhr


flatterschafft ist eine Plattform für Kunst- und Kulturschaffende, die nicht nur kurz- wie langfristiges Arbeiten, sondern auch Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung ermöglicht. Dabei stehen nicht allein der technische Support und die Bereitstellung von günstigen Atelierräumen im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, Netzwerke entstehen zu lassen, in denen sich die Beteiligten mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten gegenseitig helfen und voranbringen können.


www.flatterschafft.ch





Christoph



Lecture Performance am Freitag, 9. Mai:


Einführung in den «Atlas of Movements»
Der belgische Künstler Christoph Fink arbeitet seit vielen Jahren an seinem magnum opus «The Atlas of Movements». Auf seinen «Bewegungen» – tagelange Fussmärsche, Fahrradtouren über grosse Distanzen, aber auch Erkundungsreisen in Archiven und urbanen Räumen – erstellt Fink photographische, akustische und äusserst detaillierte chronographische Aufzeichnungen. Die Verarbeitung dieser Raum-Zeit Protokolle bilden die Basis von raumfüllenden kartographischen und akustischen Installationen, Zeichnungen, Skulpturen, Lecture Performances und Künstlerbüchern. Dem «Atlas of Movements» zugrunde liegt die Idee von der Welt und von «Wirklichkeit» als eine poetische Struktur, die alle Dinge und Orte miteinder verbindet.


Ausstellung Bewegnungen, iaab Projektraum «Basement», Oslostrasse 10, Münchenstein, 10. bis 18. Mai 2014


Für die Ausstellung «Bewegnungen» wird Christoph Fink Aufzeichnungen der Reise von Belgien in die Schweiz und eines fünftägigen Spaziergangs in der Umgebung von Basel kombinieren mit bestehenden Arbeiten des «Atlas of Movements».




www.mleuven.be/en/contemporary-art/past-events/christoph-fink/index.jsp
www.christophfinkworks.org (im Aufbau)





Beate



Vortrag Samstag, 10. Mai:

Vor Ort im Raum. Überlegungen zum Landschaftsbild.

Der Vortrag versteht sich als ein Versuch, einen Pfad anzulegen: Zwischen der individuellen Erfahrung des Gehens durch eine (Stadt)Landschaft und der Konstruktion unserer Landschaftswahrnehmung in der bildlichen Darstellung. Ansatzpunkt hierfür sind künstlerische Arbeiten der Gegenwart ebenso wie des 17. Jahrhunderts.

Beate Florenz studierte Kunstgeschichte, Pädagogik und Philosophie in Münster (D), Giessen (D), Bochum (D) und Basel. 2003 – 2009 Aufbau und Leitung der Kunstvermittlung Schaulager, Münchenstein/Basel. Seit 2009 Professur für Kunst- und Designvermittlung im Institut Lehrberufe für Gestaltung und Kunst der HGK FHNW. Mitbegründung SAERN. Mitarbeit in verschiedenen Netzwerken zur Kunstvermittlung. Arbeitsbereiche und Forschungstätigkeit: Niederländische Malerei des 17. Jahrhundert, Zeitgenössische Kunst, Theoriebildung Kunstvermittlung, Kunstvermittlung als epistemische Praxis.

www.fhnw.ch/personen/beate-florenz






Marie



Teilnahme in der Ausstellung «A la croisée des chemins potentiels», FABRIKculture Hégenheim





Emmanuelle



Teilnahme in der Ausstellung «A la croisée des chemins potentiels», FABRIKculture Hégenheim


http://emmanuellegiora.com





Helena



Konzept Spaziergang nach Hégenheim:


Lead me to the place
Ich frage Menschen, ob sie mir auf einem analog-digitalen Skizzenbuch den Weg nach Hégenheim zeichnen können. Der Smartpen nimmt dabei auch den Ton des Gesprächs auf.


Diese multimediale Sammlung subjektiver Abwägungen und persönlicher Wissensbestände werden den Besuchern auf ihrem Weg zum selben Ziel auf ihren iPads und Smartphones zur Verfügung gestellt.





Katrin



Lecture Performance am Samstag, 10. Mai:


Monolog Nr. 11: «weiter gehen nach Osten»
Wandern ist eine Linie zeichnen auf dem Planet Erde. OST ist eine Linie, die 2010 in Freiburg beginnt. OST ist der Versuch, soweit wie möglich querfeldein in Richtung Osten zu gehen. Er erstreckt sich aktuell in mehreren Etappen über 2000 km. OST ist ein Kunstwerk, das geschieht und verschwindet.


Die Orientierung ist ziemlich genau Richtung möglichst wenig. Und das Ziel ist unbekannt. Wenig Material ist zum Beispiel die Richtung. Oder wenig Besitz. Oder wenig Geld. Keine zwecklosen Dinge aus dem Leben entstehen lassen. Und wenige mit wertvollem Zweck. Jedes Stückchen Wert ist Belastung für die Zukunft, die es irgendwo lagern muss. In Zukunft wird jemand daran arbeiten müssen, wie man die Zeit davon abhalten kann, den Wertgegenstand dafür zu nutzen zu zeigen, dass sie vergeht. Kunstgegenstände haben den Zweck, angesehen zu werden. Aber ansehen kann man auch alles andere und zusätzlich dann noch für anderes benutzen. Man braucht also weniger.


Bewegung ist ein gutes Material, denn sie beinhaltet den Ausschluss von Konservierung. Selbst ein Film steht zu still, weil das hier und jetzt drumherum ein anderes ist, als die Bewegung im Original umgab. Als Speicher dienen sehr gut die Inhalte der Gedächtnisse möglichst vieler Menschen, die dabei waren oder davon hören oder zuhören. Das Gehirn ist ja ohnehin da.


Leben ist ein gutes Material. Der direkte Tausch von Dienstleitungen gegen Wohnraum und Essen erscheint mir sparsam. Ich streiche gerne Wände oder beaufsichtige den Nachwuchs. Füttere die Katze. Oder bekoche die kranke Lebensgefährtin. Ich helfe den Besitz zu verkleinern, der mit seinem Wert belastet.


Bis wohin alles führt, kann ich nicht sagen.


www.info————ost.info
www.katrin-herzner.de





Esther

Ausstellung Bewegnungen, iaab Projektraum «Basement», Oslostrasse 10, Münchenstein:

Das 4. Land, Fotoinstallation
«Das 4. Land» zeigt eine Reise durch die Grenzregion der drei Länder Schweiz, Deutschland, Frankreich. Mit Rucksack und Fotoausrüstung durchwanderten wir das Gebiet in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung in Basel. Wie Touristen wohnten wir dabei in Hotels, als wären wir auf einer weiten Reise. Die Reise entwickelt sich wie ein Krimi ohne Handlung und spielt in einem undefinierbaren Gebiet zwischen verlassenen Grenzen, Dickicht, Schrebergärten, Industriearealen, Einfamilienhaussiedlungen und zwielichtigen Hotelzimmern.

www.estherhiepler.ch, http://maxphilippschmid.ch


Matteo



Konzept Spaziergang nach Hégenheim:


walkline #23
EuroAirport – Hégenheim
Ich bin allein / mit einem Finger fahre ich über die schwarzen Zeilen / Sätze diktieren mir ihr Tempo, werden Kompas, Karte, Partitur…/ eine Landschaft beginnt sich in mir einzuschreiben / labyrinthische Linien gedachter Wege / meine Füssen zeichnen


www.matteohofer.com
http://walklines.matteohofer.com/index.html





Christina



Promenadologische Intervention Samstag, 10. Mai:


Electrical Walk
Die ständige Zunahme und Verbreitung von „ungewollten“ elektrisch erzeugten Klängen wurde im Jahr 2003 Auslöser für einen neuen Zyklus von Arbeiten: Electrical Walks / Elektromagnetische Stadtspaziergänge. Mit besonders empfindlichen Kopfhörern werden dabei die Klänge ober- und unteriridischer elektrischer Ströme nicht unterdrückt, sondern im Gegenteil bewusst verstärkt und hörbar gemacht.


Electrical Walks ist eine Einladung zu Stadtspaziergängen (oder auch andernorts) besonderer Art. Mit einem speziellen magnetischem Kopfhörer und einer Umgebungskarte, auf der mögliche Routen und besonders interessante Stromfelder markiert sind, kann der Besucher sich allein oder in einer Gruppe auf den Weg machen. Die Wahrnehmung des Alltäglichen wird sich beim Stromhören verändern, das Gewohnte in einem anderen Kontext erscheinen. Nichts sieht so aus, wie es sich anhört. Nichts hört sich so an, wie es aussieht.


Dank an: Haus für elektronische Künste, Basel. www.haus-ek.org


www.christinakubisch.de





André



Promenadologische Intervention am Samstag, 10. Mai:


rückwärts gehen : anders sehen
reculer pour mieux contempler

Die Intervention ist eine „Aktion“, ist ein offener Parcours, der die Teilnehmenden in die Lage versetzt, rückwärts zu gehen und die Welt anders zu sehen, den Raum auf eine ungewohnte Weise wahrzunehmen und ihn zu kontemplieren.


Mit einem Bauhelm, an dem zwei einstellbare Rückspiegel befestigt sind, gehen die TeilnehmerInnen rückwärts. Dabei sehen sie einerseits, woher sie kommen, als Totale vor ihnen. Wohin sie gehen andererseits, erblicken sie nur partiell, nur ab und zu in den runden Spiegelaugen. Damit ist – analog zum zeitlichen Verlauf – der Blick in die „ Vergangenheit“ gerichtet, während die «Zukunft» nur eine Nebenrolle spielt.





Marie-Anne



Spaziergang am Samstag, 10. Mai:


Im Gegengleich
Was können wir spazierend über ein Gebiet in Erfahrung bringen? Wie lässt sich durch die Art, wie wir zusammen spazieren, die Wahrnehmung des Orts verstärken? Zu diesen Fragen entwickelt lerjentours, die Agentur für Gehkultur, immer wieder neue Gehexperimente. Durch Birsfelden ist dies nun ein «Streifzug im Gegengleich». Lassen Sie sich auf das Experiment ein!


Startpunkt: Zoll Grenzach, Riehen
Endpunkt: Kunsthaus Baselland, Muttenz
Dauer: ca. 2 Stunden
Assistenz: Ida Dober, www.idadober.ch


Marie-Anne Lerjen ist Spaziergangsexpertin. Ende 2011 hat sie die künstlerische Unternehmung «lerjentours. Agentur für Gehkultur» gegründet. Sie beschäftigt sich mit der Kunst- und Kulturgeschichte von Gehen und Raum ebenso wie mit der konkreten Umsetzung vielgestaltiger Gehexperimente. lerjentours performt, spricht und schreibt über Aspekte des Gehens.


Bis 2011 Redaktion von Architekturausstellungen und -publikationen an der ETH Zürich. Künstlerische Weiterbildungen in Performance, szenischem und dreidimensionalem Gestalten, Schreiben, Sprechen und Gesang. Studium der Germanistik, Hispanistik und Geschichte an der Universität Zürich.


www.lerjentours.ch





Brigitte



Promenadologische Intervention Freitag, 9. Mai:


Reflexionsbündel
Zu Ihrem Spaziergang bekommen Sie eine Camera obscura, eine kleine Schachtel mit einem Loch darin, ausgehändigt. Unterwegs soll dieses Loch einmal geöffnet werden und das Licht der Umgebung einfallen. Alle bei diesem Spaziergang entstandenen Bilder werden als Reflexionsbündel zusammen gefasst. Das Bündel wird während des Festivals auf dem Dreispitzareal zu sehen sein.


www.brigitteliebel.de





Eponine



Teilnahme in der Ausstellung «A la croisée des chemins potentiels», FABRIKculture Hégenheim


www.eponinemomenceau.com





Lorenzo



Vortrag Samstag, 10. Mai:


Walking out of the Contemporary


Das Zeitgenössische ist ein bombatischer, autonarrativer Apparat der Gegenwart geworden, ein Instrument, das die Realität verschluckt und Räume, Zeit sowie soziale und kulturelle Organisationen vertreibt ebenso wie jede kreative, innovative oder resistente Sprache im Lichte seiner Herrschaft über die Gegenwart, ihr Werden behindern, sie aus der Vergangenheit reissend.


Wie könnten wir den Apparat des Zeitgenössischen verlassen?


Die Praxis von Stalker schlägt ein Verfahren vor, aus dem Zeitgenössischen herauszuspazieren…


Lorenzo Romito ist Mitgründer verschiedener kollektiver Initiativen, die künstlerisch-forschende Methoden zur Verbindung von Forschung und Aktion insbesondere in interstitialen und marginalen Räumen der urbanen und suburbanen Landschaft praktizieren: Stalker (1995, www.stalkerlab.org), Osservatorio Nomade (2001, www.osservatorionomade.net), Primaveraromana (2009, primaveraromana.wordpress.com) und .Co.Co.Me.Ro (Confederazione delle Comunità Metropolitane Romane, http://ilcocomero.wordpress.com). Lehrtätigkeit, Ausstellungen und promenadologische Interventionen in Europa und Amerika.

Camille



Teilnahme in der Ausstellung «A la croisée des chemins potentiels», FABRIKculture Hégenheim


www.camilleroux.fr





Pierre



Teilnahme in der Ausstellung «A la croisée des chemins potentiels», FABRIKculture Hégenheim


http://pierresoignon.free.fr





Oliver



Promenadologische Intervention Freitag, 9. Mai:


Kartographie der Reste
Eine öffentlich gemachte Sammlung privater Angelegenheiten von Belgrad über Bern, Zürich, München, Berlin nach Basel. Ein gemeinsamer Suchspaziergang nach Überbleibseln, die von der staatlichen Säuberungsgewalt verschont geblieben sind. Die urbanen Fundstücke werden mit handgeschriebenen Zetteln aus verschiedenen Grosstädten Europas zu einer kartographischen Restesammlung vereint. Verbogene Brillen, Haarnadeln, Sticker, verrostete Münzen und vieles mehr erzählen Intimes, Fremdes, Vertrautes und Ungewohntes, wenn man es versteht, zuzuhören.


www.agentur-aziel.de





Jade



Teilnahme in der Ausstellung «A la croisée des chemins potentiels», FABRIKculture Hégenheim


www.jadetang.fr





Gwen



Promenadologische Intervention am Samstag, 10. Mai:


Die Schleppenträger
In der Performance Die Schleppenträger inszenieren sich zwei maskierte Personen im Verhältnis zur Architektur des Dreispitzareals. Die Protagonisten ziehen in ihren Bewegungen des Herumwanderns eine lange Schleppe hinter sich her, die am Boden gleitet und sich auf dem Boden in den Raum auseinanderfaltet. Das Reiben der sich bewegenden Schleppen lässt eine Zeichnung entstehen, die sich weit durch den Raum schlängelt.


www.gvde.net
https://vimeo.com/user3163379





Arthur



Promenadologische Intervention Freitag, 9. Mai:


Marche et gravure d’un paysage (Spaziergang und Abdruck einer Landschaft)
Die Geschichte der Kunst beginnt zur Zeit der Vorgeschichte mit menschlichen Spuren – eine einfache Art, sich auszudrücken und miteinander zu kommunizieren. Jede Landschaft zeichnet sich durch ihre geografische und geschichtliche Spuren aus. Das Konzept, das ich vorschlage, spricht dieses Verhältnis zwischen Spuren und Raum an. Durch einen interaktiven Spaziergang soll dieses Verhältnis neu interpretiert werden.


Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, eine Sohle aus Zink mit den Eindrücken ihres Spazierganges zu gravieren. Die Landschaft bietet unzählige Merkmale, die sich als Markierungen auf den Sohlen wiederfinden werden. Diese Abdrücke werden für jede TeilnehmerIn zum Bild ihrer eigenen Wanderung.





Sybille



Konzept Spaziergang nach Hégenheim:


Nightwalk by day
Der nicht sichtbare Kontext des Gehens: «Nightwalk by day» von Alice Foxley und Sibylle Völkin führt entlang des Lertzbachs von Burgfelden zur FABRIKcultur in Hégenheim. Die Besucher werden von sensuellen Eindrücken vergangener Nachtspaziergänge begleitet. Ausgewählte Nightwalkers ermöglichen, durch Hörstationen entlang der Route, Einblicke in verborgene Landschaften.


www.sibyllevoelkin.com
http://studiokarst.com





Bertram



Spaziergang am Freitag, 9. Mai:


Mikrolandschaften im globalen Schatten
Ein Spaziergang schafft Schönheit – sagt die Spaziergangswissenschaft. Ob dies auch in der Nachbarschaft von Flughafen und Autobahn gelingen kann, das wird diese Expedition zeigen. In diesem Sinne unternimmt diese praktische Spaziergangsforschung eine Suche nach Mikrolandschaften und nach Raum-Zeit-Löchern – mit offenem Ausgang.


Vortrag am Freitag, 9. Mai:


Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung
Mit Herumlaufen allein ist noch wenig getan – jedoch bildet das Gehen die unmittelbarste Art, sich eine Stadt oder Landschaft zu erschließen. Der Vortrag schafft einen Überblick zur Praxis der Spaziergangswissenschaft und zu ähnlichen Formaten in Fortbewegung.


Bertram Weisshaar studierte Landschaftsplanung an der Universität Kassel (u.a. bei Lucius Burckhardt). Seit 1996 freiberuflich tätig als Spaziergangsforscher und Fotograf mit den Schwerpunkten Gartenkunst und Spaziergangsinszenierungen in Braunkohletagebauen und in urbanem Kontext. Konzeptionen für Spaziergangsprogramme, z.B. «Wege zur Romantik» für Region FrankfurtRheinMain. Etablierung der Web-Plattform www.talk-walks.net für Audio-Spaziergänge. Herausgeber des Buches Spaziergangswissenschaft in Praxis. Formate in Fortbewegung.


www.atelier-latent.de
Blog: www.spaziergangswissenschaft.de





Ariane



Vortrag am Samstag, 10. Mai:


Pas d’architectes
(Von der Sohle bis zum Scheitel: Zehenübungen für Architekten)


Architekten, lassen Sie sich einfach stolpern! Beobachtend, kontemplativ, spielerisch oder militant: Das Gehen ist ein rezeptives Betasten, das die Gewohnheiten des Stadt- und Architekturentwurfs erschüttern kann. Die «erfinderische Mikroanalyse» enthült kleine urbane Anomalien als Symptome für grösseren städtischen Phänomene – und ist dabei schon ein Eingriff im Ort.


Ariane Wilson ist in Belgien geboren und französisch-englische Staatsbürgerin. Sie studierte Geschichte und Architektur, ist Cellistin aus Passion und Vagabundin vom Empfinden. Sie mischt sich gerne ein in verschiedenartigste Orte, die Tarnung verschiedener Funktionen anlegend. Studium in England, Forscherin der Legenden Indonesiens, Englischlehrerin in Japan, Lehmbauerin in Österreich, Journalistin hier und dort, von 2007-2013 Dozentin für Theorie der Architektur an der Universität RWTH Aachen, seit 2014 in Paris tätig. 2002 und 2006 sind bei Presses de la Renaissance zwei Bücher zu Reisen mit ihrem Cello im himalayischen Zanskar («Un Violoncelle sur le toit du monde») und mit einer nomadischen Einsiedelei auf der japanischen Insel Shikokus («Le pèlerinage des 88 temples. En abri nomade sur les chemins sacrés du Japon») erschienen.


Gegenwärtig durchläuft Ariane die Straßen von Paris auf der Suche nach den kleinen städtischen R+1 genannten Wesen…


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